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Nordwest-Verbund Meeresforschung e.V. (NWVM)

 

§ 1      Name, Sitz, Geschäftsjahr

1.      Der Verein führt den Namen "Nordwest-Verbund Meeresforschung" (NWVM). Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden; nach der Eintragung lautet der Name

"Nordwest-Verbund Meeresforschung e. V.".

2.      Der Verein hat seinen Sitz in Bremen.

3.      Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§ 2      Zweck

Zweck des Vereins ist die Förderung der Wissenschaft und Forschung, insbesondere aller Belange der nordwest-deutschen Meeres- und Küstenforschung, die Intensivierung der verbindlichen Kooperation der beteiligten Mitglieder und die Entwicklung gemeinsamer Forschungsprogramme, unbeschadet der gesetzlichen und satzungsgemäßen Rechte der Mitglieder und ihrer Aufsichtsgremien.

 

§ 3      Gemeinnützigkeit 

1.      Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

2.      Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

3.      Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

4.      Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

5.      Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall der steuer­begünstigten Zwecke fällt das Vermögen an eine juristische Person des Öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für die Förderung von Wissenschaft und Forschung. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung der Zuwendungsgeber der jeweiligen Mitglieder und des zuständigen Finanzamtes ausgeführt werden.

 

§ 4      Aufgaben

Um den in § 2 genannten Zweck zu erreichen,  soll sich der Verein insbesondere folgenden Aufgaben widmen:

1.      Kontinuierliche Koordination und Planung gemeinsamer meereswissen­schaftlicher Forschungsprogramme einschließlich der meereswissenschaftlichen Küstenforschung, insbesondere auch unter Einbeziehung von Einrichtungen aus den Niederlanden.

2.      Einwerbung von Mitteln zur Durchführung von Forschungsprojekten und zur Entwicklung von Infrastrukturen. Zuwendungen Dritter im Rahmen gemeinsamer Forschungsprogramme des Verbundes erfolgen direkt an seine Mitglieder. Dies gilt nicht für Zuwendungen der Länder Bremen und Niedersachsen, die an den Verein als Ganzem erfolgen.

3.      Koordination der Nutzung und Weiterentwicklung von Forschungsinfrastruktur wie Bohrgeräte, Observatorien, kabelgebundene und autonome Unterwasserfahrzeuge, Höchstleistungsrechner für meereswissenschaftliche Anwendungen und Großlabore etc.

4.      Koordination der nordwest-deutschen Beteiligung an großen internationalen Forschungsprogrammen.

5.      Förderung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, insbesondere Initiierung von Transferprojekten.

6.      Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Meeresforschung, insbesondere durch interdisziplinäre Initiativen.

7.      Aktive Zusammenarbeit mit Entscheidungsträgern in Politik, Verwaltung und Wirtschaft auf nationaler und  internationaler Ebene in Angelegenheiten der strategischen Planung der nordwest-deutschen Meeresforschung, insbesondere hinsichtlich der Formulierung von Programmen zur Forschungsförderung einschließlich der Entwicklung von Investitionsprogrammen für die erforderliche Infrastruktur.

8.      Gemeinsame Präsentationen von wissenschaftlichen Ergebnissen für die Öffentlichkeit, für Entscheidungsträger und Schulen, z. B. durch gemeinsame Presseerklärungen, Jahrespräsentationen, parlamentarische Abende und Broschüren. Einrichtung einer gemeinsamen Web-Seite zur Meeresforschung.

 

§ 5      Mitgliedschaft

1.      Mitglieder können außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Universitäten und Hochschulen oder deren Zusammenschlüsse sein, die in den Ländern Bremen und Niedersachsen sowie den Niederlanden angesiedelt sind und die auf den Gebieten der Meeres- oder Küstenforschung arbeiten.

2.      Voraussetzung des Erwerbs der Mitgliedschaft ist ein schriftlicher Aufnahme­antrag an den Vorstand des Vereins.

3.      Die Mitgliederversammlung entscheidet über den Aufnahmeantrag.

4.      Die Mitgliedschaft endet durch Ausschluss oder Austritt aus dem Verein.

5.      Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. Der Austritt kann nur zum Ende eines Geschäftsjahres erklärt werden mit einer Kündigungsfrist von 12 Monaten.

6.      Ein Mitglied kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung ausgeschlossen werden, wenn es trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung mit der Zahlung von Mitgliedsbeiträgen im Rückstand ist. Die Streichung darf erst beschlossen werden, wenn nach der Absendung der zweiten Mahnung zwei Monate verstrichen sind und in dieser Mahnung der Ausschluss angekündigt wurde. Der Beschluss der Mitgliederversammlungüber den Ausschluss soll dem Mitglied mitgeteilt werden.

7.      Wenn ein Mitglied schuldhaft in grober Weise die Interessen des Vereins verletzt, kann es durch Beschluss der Mitgliederversammlungaus dem Verein aus­geschlossen werden. Vor der Beschlussfassung muss die Mitgliederversammlungdem Mitglied Gelegenheit zur mündlichen oder schriftlichen Stellungnahme geben. Der Beschluss der Mitgliederversammlungist schriftlich zu begründen und dem Mitglied zuzusenden.

 

§ 6      Mitgliedsbeiträge

Der Mitgliedsbeitrag dient zur Finanzierung der Aktivitäten des Vereins und der notwendigen Infrastruktur einschließlich Geschäftsführung. Der Jahresbeitrag wird in einer von der Mitgliederversammlung zu beschließenden Beitragsordnung festgelegt.

 

§ 7      Organe

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand und der Beirat.

 

§ 8      Mitgliederversammlung

1.      Die Mitgliederversammlung ist zuständig für alle Fragen der Organisation und die in § 4 beschriebenen Aufgaben des Vereins, insbesondere

-          Festlegung der satzungsgemäßen Langfristziele des Vereins

-          Wahl und Abberufung des Vorstandes

-          Genehmigung des vom Vorstand aufgestellten Haushaltsplans für das nächste Geschäftsjahr

-          Entgegennahme des Jahresberichts des Vorstands

-          Entlastung des Vorstands

-          Festsetzung der Mitgliedsbeiträge

-          Aufnahme neuer Mitglieder und Beschluss über die Beendigung von Mitgliedschaften

-          Beschlussfassung über Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins.

2.      Die Mitgliederversammlung wird mindestens einmal im Jahr schriftlich oder per Email vom Vorstandsvorsitzenden unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest.

3.      Jedes Mitglied kann bis spätestens 7 Tage vor einer Mitgliederversammlung beim Vorstandsvorsitzenden eine Ergänzung der Tagesordnung beantragen. Der Versammlungsleiter hat zu Beginn der Mitgliederversammlung die Ergänzung bekannt zu geben. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die in der Mitgliederversammlung gestellt werden, beschließt die Versammlung.

4.      Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist vom Vorstandsvorsitzenden binnen vier Wochen einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn mindestens 3 Mitglieder dies schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe beantragen.

 

§ 9      Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

1.      Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstandsvorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom ersten Stellvertretenden Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom zweiten Stellvertretenden Vorsitzenden geleitet. Ist kein Vorstandsmitglied anwesend, bestimmt die Versammlung den Versammlungsleiter.

2.      Jedes Mitglied hat eine Stimme und wird vertreten von seinem wissenschaftlichen oder kaufmännischen Geschäftsführer, Vorstand, Direktor oder sonstigen gesetz­lichen Vertreter oder einem von diesen bevollmächtigten Vertreter. Zur Ausübung des Stimmrechts kann ein anderes Mitglied schriftlich bevollmächtigt werden. Die Bevollmächtigung ist für jede Mitgliederversammlung gesondert zu erteilen. Ein Mitglied darf jedoch nicht mehr als zweifremde Stimmen vertreten.

3.      Es wird durch Handzeichen abgestimmt. Die Abstimmung ist auf Antrag von mindestens drei Mitgliedern schriftlich und geheim durch zu führen.

4.      Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälftesämtlicher Mitglieder des Vereins anwesend ist. Bei Beschlussunfähigkeit ist der Vorstand verpflichtet, innerhalb von 4 Wochen eine zweite Mitglieder­versammlung mit der gleichen Tagesordnung einzuberufen, die ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig ist. Hierauf ist in der Ladung hinzuweisen.

5.      Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit Drei-Viertel-Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen; Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen. Zur Änderung der Satzung ist eine Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich und zur Auflösung oder Änderung des Zwecks des Vereins Einstimmigkeit.

6.      Über jede Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, vom Vorsitzenden der Versammlung zu unterschreiben, den Mitgliedern binnen vier Wochen nach der Mitgliederversammlung zuzuleiten und in der nächsten Mitglieder­versammlung zu genehmigen.

7.      Abstimmungen im schriftlichen, Telefax- oder elektronischen Verfahren außerhalb einer ordentlichen Mitgliederversammlung können erfolgen, wenn alle Mitglieder diesem Verfahren zu­stimmen. Für die Abstimmung selber gilt die Ziffern 5 entsprechend. Das Ergebnis ist den Mitgliedern unverzüglich mitzuteilen und in der nächsten Mitgliederversammlung zu Protokoll zu nehmen und zu genehmigen.

 

§ 10    Vorstand

1.      Der Verein hat einen Vorstand, der aus drei Mitgliedern besteht.

2.      Der Vorstand des Vereins i. S. von § 26 BGB besteht aus dem Vorsitzenden und einem ersten und einem zweiten Stellvertreter, die aus dem Kreis der Mitglieder von der Mitgliederversammlung gewählt werden.

3.      Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht durch Satzung einem anderen Organ des Vereins übertragen sind. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

-          Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung sowie Aufstellung der Tagesordnung

-          Ausführung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung

-          Aufstellung des Haushaltsplans, Buchführung, Erstellung des Jahresberichts

-          Einsetzung der Geschäftsführung

-          Programmplanung

-          Planung der Öffentlichkeitsarbeit

-          Organisation von gemeinsamen Veranstaltungen.

In allen Angelegenheiten von besonderer Bedeutung soll der Vorstand einen Beschluss der Mitgliederversammlungherbeiführen.

4.      Der Vorstand (Ziffer 1) wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 3 Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Der Vorstands­vorsitzende und seine Stellvertreter (Ziffer 2) bleiben jedoch bis zur Neuwahl eines Vorstandsvorsitzenden und seiner Stellvertreter im Amt. Jedes Vorstands­mitglied ist einzeln zu wählen. Zu Vorstandsmitgliedern können nur Vertreter von Mitgliedern des Vereins gewählt werden. Mit der Beendigung der Mitgliedschaft endet auch das Amt eines Vorstandsmitglieds.

5.      Der Vorstand (Ziffer 1) beschließt in Sitzungen, die vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung von einem Stellvertreter, einberufen werden. Die Tagesordnung braucht nicht angekündigt zu werden. Eine Einberufungsfrist von einer Woche soll eingehalten werden.

6.      Der Vorstand (Ziffer 1) ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei seiner Mitglieder anwesend sind. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, bei dessen Abwesenheit die des ersten Stellvertretenden Vorsitzenden.

7.      Der Vorstand (Ziffer 1) kann im schriftlichen, Telefax- oder im E-mail-Verfahren beschließen, wenn alle Vorstandsmitglieder dem Gegenstand der Beschlussfassung zustimmen.

8.      Der Vorstand (Ziffer 1) tagt mindestens zweimal im Jahr. Über jede Vorstands­sitzung ist ein Protokoll anzufertigen, das den Mitgliedern des Vereins unverzüglich zuzuleiten ist.

 

§ 11    Beirat

1.      Die Mitgliederversammlung benennt auf Vorschlag des Vorstandes einen Beirat, dem Persönlichkeiten der Länder Bremen und Niedersachsen, der marinen Wissenschaft und dem weiteren Umfeld der Meereswissenschaften angehören sollen. Der Beirat soll 10 − 15 Mitglieder umfassen. Die Mitglieder werden für die Dauer von 3 Jahren berufen. Wiederberufung ist möglich

2.      Der Beirat berät den Nordwest-Verbund Meeresforschung hinsichtlichseiner Aufgaben.

3.      Der Beirat tagt mindestens einmal im Geschäftsjahr. Die Sitzungen werden vom Vorstand einberufen.

4.      Der Beirat wählt einen Vorsitzenden aus seiner Reihe und regelt seine Geschäftsordnung selbst.

 

§ 12    Ausschüsse

1.      Zur Verfolgung der Einzelziele des Vereins, insbesondere zur Entwicklung und Durchführung thematischer Module, setzt die Mitgliederversammlung Ausschüsse mit konkreten Aufgaben ein.

2.      Ausschussmitglieder können Mitarbeiter der Mitglieder und/oder externe Fachleute sein.

3.      Die Ausschüsse wählen einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter aus ihren Reihen.

4.      Der Ausschussvorsitzende berichtet regelmäßig, mindestens aber halbjährlich  dem Vorstand.

 

§ 13    Schlichtungsausschuss

Bei Bedarf wird von der Mitgliederversammlungein Schlichtungsausschuss eingesetzt zur Beratung von Einsprüchen eines Mitglieds der Mitgliederversammlung, des Vorstandes oder der Ausschüsse, der aus drei Personen besteht.

 

§ 14    Geschäftsstelle

1.      Der Verein kann eine Geschäftsstelle mit in den Meereswissenschaften ausgewiesenen Mitarbeitern unterhalten.

2.      Die Geschäftsstelle untersteht dem Vorstandsvorsitzenden und unterstützt den Vorstand bei der Verfolgung der Ziele und Erfüllung der Aufgaben des Vereins.

3.      Das Nähere regelt eine von der Mitgliederversammlung zu beschließende Geschäftsordnung.

 

Bremen, 19.12.2007

Fassung gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung vom 19.12.2007